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MOODY by Sarah Arriagada

MOODY von Sarah Arriagada

Auf Arriagadas Gemälde „Moody“ – auf deutsch launisch, mürrisch – erkennen wir einen grünlichen Fensterrahmen angedeutet hinter einem teils zurückgezogenen roten Vorhang. Der Ausblick nach draußen, wenn es hier um ein Draußen und Drinnen geht, ist eine beige Fläche. Eine Landschaft ist es nicht, sondern eher eine monotone Ebene. Diese Monotonie führt zu einer bedrückenden und leicht klaustrophobischen Atmosphäre. Ist es wirklich ein Fenster? Gibt es wirklich eine Außenwelt?

Diese düstere Stimmung können gegenwärtig auch viele Menschen in ihren Wohnungen und Häusern empfinden. Egal ob tatsächlich in Quarantäne oder nur eingeschränkt in der Bewegungs- und Begegnungsfreiheit, kann man einen Blues haben – also schlechte Laune – und sich von der Umgebung abgeschnitten und eingeengt fühlen.

Sarah Arriagadas Arbeit hat aber auch eine berührende und tröstliche Seite. So ist „Moody“ eine Momentaufnahme, mit schnellem Pinselstrich geschaffen und wirkt daher vergänglich und vorübergehend. Das Werk zeigt kein Gefängnis oder etwas Festgefügtes. Zudem verweist der rote Vorhang auf ein wärmendes Innen, auf eine Intimität, die umso wichtiger wird.  

Werke von Sarah Arriagada werden ab April 2021 in der Ausstellung „Glut – Leiko Ikemura und Alumni“ in der Kunsthalle der Europäischen Kunsthalle in Trier zu sehen sein.

 

ÜBER SARAH ARRIAGADA

Sarah Arriagada wurde 1983 in Hamburg geboren. Sie studierte Environmental Art an der Glasgow School of Art und Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin, wo sie Meisterschülerin von Prof. Leiko Ikemura war und 2010 abschloss. Sie bildete sich anschließend in Kunsttherapie an der Weißensee Kunsthochschule Berlin weiter. Sie lebt und arbeitet in Columbia, Missouri (USA).

 

Weitere Informationen, weitere Arbeiten und Kontakt unter:

http://saraharriagada.com/

https://www.facebook.com/Saraharriagadaartist/

https://www.instagram.com/sarah_arriagada/