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autoportrait - Carine kraus

zum Selbstporträt von Carine Kraus

Die Lithografie von Carine Kraus zeigt sie selbst als junge Frau im Jahr 1973. Entstanden ist die Arbeit in der Lithowerkstatt der Kantonalen Kunstschule ECAL im schweizerischen Lausanne, wo die Luxemburger Künstlerin studierte. Selbstbewusst und auch leicht zurückhaltend blickt sie den Betrachter direkt an. Den Eindruck der Distanz verstärkt sich durch die ungewöhnliche und surreale Inszenierung in einer weiten Landschaft mit wolkenbehangenem Himmel. Dem Mann – oder besser Frau – im Mond gleich erstrahlt das Gesicht der Künstlerin riesenhaft über dem imaginären Horizont. Weit entrückt vom irdischen Treiben, doch keinesfalls überirdisch oder göttlich, bleibt das Gesicht doch menschlich und sinnlich.

Als Selbstporträt und Landschaftsbild in einem greift das Motiv die Tradition der Porträtmalerei der Renaissance auf. Idealisierte Miniaturlandschaften wurden dabei als detaillierte Hintergründe wiedergegeben und setzten die Porträtierten in einen größeren Kontext. Und so lächelt uns die junge Carine Kraus fast so unsichtbar sanft an wie die berühmte Mona Lisa.

Das Werk ist bis 24. Mai 2020 in der Ausstellung „Künstler sehen sich selbst“ in der Kunsthalle der Europäischen Kunsthalle in Trier ausgestellt.

 

ÜBER DIE KÜNSTLERIN

Die Luxemburger Künstlerin Carine Kraus besuchte die Kantonale Kunstschule ECAL in Lausanne und die Höhere Schule für Gestaltung Basel. Sie lebte und arbeitete in der Schweiz, Paris und München bevor sie 1983 zurück nach Luxemburg kehrte. Carine Kraus nahm an verschiedenen Lithografielehrgängen an der Europäischen Kunstakademie teil und ist u.a. Mitglied der Gesellschaft für Bildende Kunst Trier und des Kunstverein Junge Kunst Trier.

 

Weitere Informationen und Kontakt unter:

http://www.carinekraus.lu/

https://www.facebook.com/krauscarine