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An der Staffelei - Ursula Dethleffs

ZUM SELBSTPORTRÄT VON URSULA DETHLEFFS

Die Lithografie von Ursula Dethleffs „An der Staffelei“ zeigt eine Atelierszene aus dem Jahre 1956. Die damals 23-jährige Künstlerin blickt auf einen – wahrscheinlich von ihr gemalten – Akt. Am Fuße der Staffelei ist ein weiteres Bild mit Figuren zu erkennen. Die in groben Zügen geschaffene Szene besticht durch ihre Zeichenhaftigkeit, die beinahe an einen Comicstrip erinnert. Vielleicht ist es auch die lockere Atmosphäre, die Ursula Dethleffs gekonnt einfängt, die eine gewisse Komik aufweist. Die Jugendlichkeit der Künstlerin – wie bestimmt auch ihrer Modelle – gibt ein lebensbejahendes Gefühl der Nachkriegszeit wieder. Auch in vielen anderen Selbstbildnissen und Aktzeichnungen von Ursula Dethleffs aus den 1950er Jahren zeigen sich selbstbewusste junge Frauen, die eine neue Kultur und damit ein neues Land aufbauen.

 

 

Das Werk ist bis 24. Mai 2020 in der Ausstellung „Künstler sehen sich selbst“ in der Kunsthalle der Europäischen Kunsthalle in Trier ausgestellt.

 

 

ÜBER DIE KÜNSTLERIN

 

Die Künstlerin Ursula Dethleffs  ist 1933 in Ottersweiler geboren und 1994 in Isny im Allgäu gestorben. Die Autodidaktin wurde von ihrer Mutter Fridel Dethleffs-Edelmann stark gefördert, eine der ersten zugelassenen Studentin und Meisterschülerin der Landeskunstschule in Karlsruhe und eine der wenigen weiblichen Vertreterinnen der Neuen Sachlichkeit. Ursula Dethleffs Vater, der Unternehmer Arist Dethleffs, erfand für den Eigengebrauch ein sogenanntes „Wohnauto“ – der Vorläufer heutiger Wohnmobile und der Beginn einer neuen Form von Tourismus.

 

Weitere Informationen unter:

www.galerie-dethleffs.de