NEU: Einmach-Töpfe (Konservierung und Zeit als Gefäß)
- 16. - 27. August 2027
Was bewahren wir, wenn wir etwas festhalten?
Und was entgleitet uns gerade in dem Moment, in dem wir es sichern wollen?
Der Kurs richtet sich an fortgeschrittene Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Performance und Objektkunst, die das Verhältnis von Erinnerung, Material und Vergänglichkeit untersuchen möchten. Ausgangspunkt ist das Gefäß: der Topf, das Glas, der Behälter – als alltägliches Objekt, als Symbol des Aufbewahrens, als Bühne für Transformation.
Konservieren bedeutet nicht nur erhalten. Es bedeutet auswählen, einschließen, versiegeln, verändern. Was wird sichtbar, wenn Zeit nicht als Linie, sondern als Behälter gedacht wird? Was setzt sich am Boden ab? Was gärt, trocknet aus, verdirbt oder gewinnt an Intensität?
Im praktischen Arbeiten entstehen Bilder, Zeichnungen, performative Handlungen und Objekte, die sich mit Speicherung, Schichtung, Spur, Druck, Abdichtung und Öffnung befassen. Gesammelt werden kann Materielles wie Immaterielles: Fundstücke, Gesten, Routinen, Stimmen, Erinnerungen, Reste.
Der Kurs versteht das Atelier als Labor, Küche, Archiv und Versuchsanordnung. Gesucht werden künstlerische Formen zwischen Präzision und Kontrollverlust, zwischen Fürsorge und Verfall, zwischen Humor und existenzieller Tiefe.
Einmach-Töpfe lädt dazu ein, Zeit nicht verstreichen zu lassen, sondern sie zu fassen, zu stapeln, zu verschließen – und vielleicht wieder zu öffnen.
Hinweis:
Der Kurs von Prof. Klaus Hoefs wendet sich an Fortgeschrittene: Bewerbung mit 5 digitalen Abbildungen.
Kurszeiten:
Mo – Fr | 9:30 – 17 Uhr